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… haben wir es nun geschafft von Auckland nach Wellington zu kommen, der Hauptstadt. Seit dem letzten Eintrag haben wir viel vulkanische aktivitaet gesehen. Geysire, Schwefelquellen und kochenden Schlamm, jetzt reichts aber langsam, denn es stinkt nach faulen Eiern und ist irgendwo doch immer aehnlich und leblos.
Zum Abschluss unser geothermalen Erfahrungen wollten wir uns aber noch mal was aussergewoehnliches goennen und haben den „Tongariro Nationalpark“ besucht. In dem stehen 3 der aktivsten Vulkane der Welt und es gibt ne Menge Wanderstrecken. Unter anderem auch einen der „Great Walks“! In 3-4 Tagen kann man die 50 km Strecke um Mt. Ngauruhoe (Vulkan natuerlich, und keiner kanns aussprechen) zuruecklegen. Man kommt dabei an erloschenen Kratern vorbei, die inzwischen tuerkisblaue Seen sind, wandert durch weite Ebenen aus Asche und Fels (da wurden fuer die Herr der Ringe Filme die Mordor-Szenen gedreht) und kann am Ende sogar den Vulkan besteigen (auch der wurde gefilmt, der Schicksalsberg!).
Mikael und Agne wollten sich das nicht antun, Niclas und ich sehr wohl. Das Wetter war zu Beginn auch nicht wirklich gut, aber es sollte besser werden und ich bin Optimist. Also sind wir im Regen los.
Zu dem Zeitpunkt wussten wir auch noch nicht, das schlechtes Wetter in 1-2 Tausend m Hoehe meistens apokalypsewetter Ausmasse hat. Davon und von den Todesfaellen wurde uns dann in den Berghuetten berichtet, zum Glueck blieb es bei den Geschichten.
Naja, das Wetter wurde besser und besser, wir sind gewandert bis uns die Fuesse wehtaten (mit den grossen Rucksaecken und jeder Menge Ausruestung) aber dafuer wurden wir mit Aussichten belohnt, fuer die Profifotografen wahrscheinlich toeten wuerden! Kurz vor Ende der Tour sind wir dann tatsaechlich bei allerbestem Wetter auf den Vulkan gekrabbelt. Man klettert ~ 1h 30 min auf allen vieren (ist verdammt steil), bis man voellig erschoepft auf dem Kraterrand liegenbleibt und vergisst zu atmen wenn man den Ausblick sieht!
Wir waren ueber den Wolken, fast 2300 m, konnten im Sueden die schneebedeckten Gipfel von Mt. Ruapehu (2. Vulkan) sehen und im Norden auf Mt. Tongariro (3.) und weitere 10 km Seenlandschaft runtergucken. (Ausserdem sassen wir auf dem „Schicksalsberg“!)
Fast so gut wie die Wanderung war vorher unsere Angelerfahrung in Taupo. Die Taupoaner sagen, es ist die Weltstadt des Fliegenfischens und es gibt wirklich viele Fluesse in der Naehe, in denen sich die fetten Forellen draengeln. Ausserdem haben sie eine riesige Regenbogenforellenstatue im Stadtpark stehen.
Weil es aber so teuer ist so einen Angeltrip zu machen, haben wir uns fuer eine Shrimp (engl. Prawn) Farm entschieden ![]()
Die einzige geothermal beheizte Garnelenfarm der Welt, in der man auch noch ueberraschend viele Tourisachen machen kann: Abenteuer Wasserparcours, Forellenfuettern, geotherm. Fussbad, Prawn-Aufzucht, „Killer-Prawn-Golf“, Fuehrung, Prawnrestaurant und schliesslich Prawnangeln. Man bekommt tatsaechlich ne Rute mit Haken und kleinen Fleischstueckchen und kann damit Riesengarnelen (Macrobrachium rosenbergii) angeln. Und es macht tierischen spass! (lecker sind sie auch)
Vielleicht sollte man sowas mal in Deutschland eroeffnen, waer zumindest innovativ…
Nun bereiten wir uns aber auf die Suedinsel vor, wo ich dann nochmal 2 Wochen verbringen werde. Geplant ist bis jetzt Kajakfahren im „Abel Tasman Nationalpark“, schwimmen mit Delfinen und Skydiven ueber Gletschern (einer heisst „Franz Josef“, das ist mal aussprechbar).
Mal sehen wie weit wir kommen…
Gruesse, von weit unten! Tom
und dann war da noch Cairns…
Samstag morgen um halb 7 stiegen wir aus dem Uebernacht-Greyhoundbus in Cairns. Eine gleich auf den ersten Blick schoene, tropische Stadt. Hinter den Haeusern erheben sich in allen Richtungen mit Regenwald bewachsene Huegel, und nur an einer Stelle ist ein kleines, aber wichtiges Loch fuer die Hafeneinfahrt.
Unser Hostel lag erstaunlich dicht am Flughafen. Man konnte im Pool liegend die Fenster von startenden und landenden Flugzeugen zaehlen und sein Ergebnis anderen Leuten ins Ohr schreien oder besser per Zeichensprache mitteilen. Zum Glueck waren die Schlafraeume gut isoliert. Es gab auch eine Bar, in der jeder Hostelgast am Abend ein „free-meal“ bekam. Zum Beispiel 2-3 Loeffel Kartoffelsuppe. Immerhin gab es aber recht guenstig Steaks mit Pommes oder Pizza und Billard war umsonst.
Die Bar hatte geoeffnet von 15:00 bis „Spaet“. An meinem letzten Abend wollte ich gern mit einigen Englaendern und Christoph ein paar Bier trinken. (Christoph ist ein angehender Brisbane-Student, der vor Semesterbeginn noch etwas Zeit hat und diese in Cairns abends mit mir verbringt)
Die Bar schloss dann um halb 9. Halb Neun! Das letzte mal als halb 9 „spaet“ war brachten mich meine Eltern ins Bett!
Naja, abgesehen davon war das Hostel huebsch und sauber und ich hab eh nicht viel Zeit dort verbracht. Denn, wie man nach den Bildern schon vermuten kann, ich habe einen Tauchschein gemacht! Und ich behaupte das war bisher das Beste auf dieser Reise.
Die ersten Tage trainiert man im Pool und macht die Theorietests, dann gehts aufs Boot. Nach 1 1/2 Stunden fahrt kommt man im „Great Barrier Reef“ an und kann eintauchen in die interessanteste Unterwasserwelt die ich je gesehen hab! Was man zu sehen bekommt ist wirklich einmalig.
Auf den ersten Tauchgaengen sollten wir dauernd irgendwelche Notfalluebungen machen und im Kreis auf dem Boden sitzen. Dabei ist das Leben um uns herum! Wie kann man im Great Barrier Reef hocken und ueben seine Maske unter Wasser abzunehmen?!
Zum Glueck hatten wir aber auch einige Zeit um uns umzusehen. Wobei mir die Tauchgaenge wie 5 Minuten vorkamen obwohl wir teilweise ueber 40 min unten waren
…da war ja noch was…
In den letzten 2 Wochen gabs wirklich viel zu tun in kurzer Zeit. Meine Berichterstattung hier kam also ein wenig zu kurz. Aber nun!
Nachdem wir in Airlie Beach nur wenig Zeit hatten bevors aufs Boot ging, konnten wir da dann aber lange gemuetlich in der Sonne liegen, uns von den Wellen schaukeln lassen und fremdes Bier trinken. Ums Boot herum spragen ab und zu wirklich grosse Fische und Schildkroeten kamen zum Luftholen nach oben. Wir waren zwar 50 Gaeste, aber da wir einen Katamaran hatten verteilte sich das recht gut. Die erste Fahrt ging direkt zu unserem Basislager auf „South-Molle Island“, wo wir in netten 6-Bett Appartements mit Meerblick untergebracht waren. Ueberall standen riesige Kokospalmen herum und ich musste daran denken, dass jaehrlich einigen Leuten so eine Nuss toedlicherweise auf den Kopf faellt.
Von unserem Raum waren es auch nur 30 Meter bis zur offenen Beach-Bar, wo wir gleich am ersten Abend Silvester gefeiert haben. Die Party war ganz gut, wenn auch weniger als ich erwartet hatte. Gegen 2 wars schon alles mehr oder weniger vorbei und getanzt wurde den ganzen Abend nicht so richtig. Aber Feuerwerk gabs, in der Mitte der Bucht. Und das war erstaunlich gut.
Am naechsten Morgen war Fruehstueck um halb 10 und ohne Kaffee! Kein wunder dass keiner lange feiern wollte…
Wir sollten an diesem Tag eigentlich den Beruehmten Whithaven Beach zu sehen bekommen, der angeblich schoenste Strand der Welt! Stattdessen fuhren wir aber zu einem Strandabschnitt, der fuer Australien eher unteres Mittelmass war und durften dafuer vor einigen Felsen schnorcheln. Niemand hielt es fuer noetig uns zu sagen, dass der schoene Strand nur 20 min Fussweg entfernt lag. Und das war wirklich aergerlich, denn deswegen haben wir den Trip doch schliesslich gemacht!
Naja, das Schnorcheln war fuer mich dann recht gut, da ich noch nie vorher geschnorchelt hab und von Fischen generell nicht genug kriege. Die meisten anderen an Board waren aber schwer enttaeuscht. Daraufhin versprach man uns grossartiges Schnorcheln am naechsten Tag. Wir sahen auch Korallen und wirklich viele Fische, leider war das Meer so aufgewuehlt und der Himmel bewoelkt, dass alles mehr oder weniger grau-blau erschien. Ich war trotzdem begeistert, denn tauchte man so 1-2 meter ab, war man ploetzlich mittendrin: Fische ueberall um mich herum, unter mir Korallen, riesige Muscheln und Seeanemonen. Nicht so bunt, aber dennoch beeindruckend schoen. Die meisten anderen waren trotzdem ziehmlich enttaeuscht, es war halt nicht perfekt…
Uebrigens, jedesmal bevor wir ins Wasser gingen, mussten wir uns eine „Stinger-Suit“ ueberstreifen. Einen Anzug aus den alten Star-Trek Filmen, der dazu diente dem Tod durch Quallen zu entgehen. Da gibt es naemlich ein paar aeusserst unangenehme, allen voran der „Box-Jellyfisch“. In Deutsch glaub ich Seewespe genannt und so ziemlich das unangenehmste was einem im Wasser passieren kann. Eine kleine Beruehrung verursacht den schlimmsten Schmerz den man sich vorstellen kann, laehmt diverse nahe Koerperteile und Organe und wenn man nicht ertrinkt bekommt man recht schnell einen ordentlichen Herzinfarkt.
Durch den Anzug von Captain Kirk kommen sie aber zum Glueck nciht durch. An Haenden, Fuessen und Kopf schwimmt man jedoch ohne Schutz. Als ich danach fragte, bekam ich die beruhigende Antwort, dass man bei einem Stich an diesen Stellen ca. 10-15 min Zeit bis zum Herzinfarkt hat. Man kann also in aller Ruhe zum Boot zurueckpaddeln, allen Schmerzes zum trotz, legt sich gemuetlich aufs Sonnendeck und sagt im vorbeigehen der Crew bescheid. Wenn die dann ihr Bier ausgetrunken haben kommen sie kurz vorbei und geben einem das Gegengift…
No worries!
Ein schnelles „Hallo!“ aus Sydney! Bin also wieder am Ausgangsort meiner Reise angekommen, von wo aus es dann in 9 Tagen wieder nach Deutschland geht… Nachdem wir die letzten Tage noch bei Familie Arnold (Bekannte von Utes Schwester, die nach Australien ausgewandert sind – an dieser Stelle nochmal vielen Dank fuer alles!) in Melbourne verbracht haben, habe ich Ute dann gestern zum Flughafen gebracht, so schnell gehen drei Wochen leider also um… Heute morgen gings dann auch fuer mich weiter, mit dem Flugzeug zurueck nach Sydney. Hier werde ich mir dann noch ein bisschen die Zeit vertreiben und noch ein paar Sonnenstunden ausnutzen, hab ja von euren Minusgradrekorden zu Hause gehoert…! Ein paar neue Bilder gibts auch noch, viel mehr hat das Internet heute nicht hergegeben… Bis bald, Arne
Hallo,
ich bin grade in Airlie Beach angekommen, von wo aus in nicht mehr ganz 2 Stunden unser Segelschiff zu den
Whitsunday-Islands starten wird. Nach unserem schoenen Weihnachtsfest in Byron Bay mussten wir die folgenden Tage leider feststellen, dass auch in Australien Feiertage sind. Wir konnten uns keine Surfbretter leihen, nicht vernuenftig einkaufen und auch sonst nichts unternehmen, ausser die Umgebung zu geniessen. Haben wir dann auch gemacht. Auf Utes und Arnes Empfehlung hin sind Niclas und ich in Byron Bay zum Leuchtturm gewandert. Es geht ein Wanderweg direkt an der Kueste entlang, entweder unten am Strand oder hoeher auf den Felsen. Von da aus hat man einen klasse Blick ueber die ganze Bucht und den Ort. Der Leuchtturm liegt dann eigentlich in einem kleinem Nachbarort, keine 200 m entfernt vom oestlichsten Punkt Australiens. Man muss uebrigens ganz schoen viele treppen steigen um ihn zu erreichen und am 25. wars ausgesprochen
sonnig und heiss und wir hatten beide einen Kater. Auf dem Weg konnte man aber wunderbar die Australier beim Weihnachten-feiern beobachten (nach englischem Vorbild feiern die am 25. Vormittags). Die sassen naemlich mit der ganzen Familie in
einer Art Riesen-piknik (natuerlich mit BBQ) in den Parks entlang der Straende und man konnte die eine Gruppe nicht von der naechsten trennen. Sah sehr gemuetlich und beschaulich aus. Vom Leuchtturm aus konnte man dann wunderbar ins Meer unter den Klippen gucken und nach Schildkroeten und Delfinen aussschau halten, gab aber grad keine.
Am Abend konnten wir noch ein bisschen mit unseren Weihnachtsgeschenken spielen, Poker und Lego (…) bevor ich dann fuer ungefaehr zwei bis drei Stunden ins Bett gehen konnte. An diesem Abend musste ich mich auch leider von Arne und Ute verabschieden, wir werden uns wohl erst in Deutschland wiedersehen. Am naechsten morgen um 4 ging naemlich schon mein Bus nach Noosa Heads, da wollte ich niemanden aus dem Bett holen.
Waehrend die drei Schweden sich im beruehmten „Australien-Zoo“ vergnuegten, hatte ich in Noosa Zeit Schaf nachzuholen und den unspektakulaeren Strand zu begutachten. Nach einer Nacht gings fuer uns alle morgens weiter nach „Hervey Bay“. Ausgangspunkt unserer „Fraser-Island“ 4WD-Safari. Fraser Island ist die groesste Sandinsel der Welt, 125 km lang und 5 bis 25 km breit. Es gibt so gut wie ausschliesslich nur Sand und Dschungel und viele viele Gelaendewagen. Meiner Meinung nach zu viele Gelaendewagen. Schliesslich handelt es sich um ein Naturreservat in dem jeder noch so kleinste Rest liegengelassener Muell eine gigantische Geldstrafe nach sich zieht und man ueberall aufgefordert wird die Natur nicht zu beeintraechtigen.
Trotzdem ist der Trip einmalig! Wann duest man schonmal mit nem riesen-Jeep mit 80 Sachen uebern Strand, geht in kristallklaren Suesswasserseen baden mit schneeweissen Sand und Tuerkisblauem Wasser, wandert durch richtigen Dschungel mit riesigen Spinnen in mehr als 2 m grossen Netzen, Skorpionen, Schlangen, Echsen und schliesslich Dingos. Die Fotos in der Galerie nr.2 geben vielleicht nen kleinen Eindruck von der Insel…
soweit erstmal, Tom
Erst einmal ein frohes neues Jahr an alle! Ute und ich sind jetzt in Sydney angekommen, mal wieder Zeit für einen kleinen Bericht.
Wir hatten sehr schöne Tage in Coffs Harbour und Port Macquarie, haben einen Surfkurs gemacht, jede Menge Koalas und Känguruhs gestreichelt, sind Kamele geritten und konnten dabei sogar Delphine in den Wellen beobachten. Sylvester in Port war sehr beschaulich, unser Hostel war alles andere als ausgebucht, was aber den großen Vorteil hatte, Pool, Küche und Hängematten fast allein für uns zu haben. Am New Years Eve hatten wir dann mit allen Bewohnern und Angestellten ein nettes BBQ – was auch sonst
Am Tag darauf haben wir es dann hunderten anderen gleich getan und uns mit Farbe und Pinsel auf den Wellenbrecherfelsen am Hafen verewigt.
Sind in den letzten Wochen viel herumgekommen und haben viel gesehen, eine Woche reisen Ute und ich jetzt noch zusammen in Australien umher, bevor sie dann leider schon wieder fliegt. Aber auch für mich gehts dann schon bald wieder Richtung Heimat, früher als erwartet… Mein Reisefieber ist vorerst gestillt, mir gefallen das Land, die Leute und das Leben hier sehr, aber ich hab festgestellt dass mir doch ein paar Dinge fehlen, Ereignisse die ich teils schon verpasst habe und welche die ich noch verpassen würde, und am meisten natürlich meine Freunde und Familie. Darum hab ich mich entschlossen, nach Hause zu fliegen. Es war nicht gerade einfach diese Entscheidung zu treffen, ich hab mich aber schon recht früh damit auseinandergesetzt und bin damit mittlerweile vollkommen glücklich. Mein Flieger geht am 18.1., am 19. lande ich dann wieder im guten alten Deutschland… Mit mehr positiven Eindrücken im Gepäck als ich mir vorher vorstellen konnte… Natürlich werde ich die Sonne vermissen, ich versuche ein wenig vom guten Wetter mitzunehmen, aber auch wenn das nicht klappt weiß ich ja, das ein warmer Kamin zu Hause auf mich wartet. Bis dahin werde ich die Zeit hier noch genießen! Bis ganz bald also! Euer Arne
