…da war ja noch was…

In den letzten 2 Wochen gabs wirklich viel zu tun in kurzer Zeit. Meine Berichterstattung hier kam also ein wenig zu kurz. Aber nun!

Nachdem wir in Airlie Beach nur wenig Zeit hatten bevors aufs Boot ging, konnten wir da dann aber lange gemuetlich in der Sonne liegen, uns von den Wellen schaukeln lassen und fremdes Bier trinken. Ums Boot herum spragen ab und zu wirklich grosse Fische und Schildkroeten kamen zum Luftholen nach oben. Wir waren zwar 50 Gaeste, aber da wir einen Katamaran hatten verteilte sich das recht gut. Die erste Fahrt ging direkt zu unserem Basislager auf „South-Molle Island“, wo wir in netten 6-Bett Appartements mit Meerblick untergebracht waren. Ueberall standen riesige Kokospalmen herum und ich musste daran denken, dass jaehrlich einigen Leuten so eine Nuss toedlicherweise auf den Kopf faellt.
Von unserem Raum waren es auch nur 30 Meter bis zur offenen Beach-Bar, wo wir gleich am ersten Abend Silvester gefeiert haben. Die Party war ganz gut, wenn auch weniger als ich erwartet hatte. Gegen 2 wars schon alles mehr oder weniger vorbei und getanzt wurde den ganzen Abend nicht so richtig. Aber Feuerwerk gabs, in der Mitte der Bucht. Und das war erstaunlich gut.

Am naechsten Morgen war Fruehstueck um halb 10 und ohne Kaffee! Kein wunder dass keiner lange feiern wollte…
Wir sollten an diesem Tag eigentlich den Beruehmten Whithaven Beach zu sehen bekommen, der angeblich schoenste Strand der Welt! Stattdessen fuhren wir aber zu einem Strandabschnitt, der fuer Australien eher unteres Mittelmass war und durften dafuer vor einigen Felsen schnorcheln. Niemand hielt es fuer noetig uns zu sagen, dass der schoene Strand nur 20 min Fussweg entfernt lag. Und das war wirklich aergerlich, denn deswegen haben wir den Trip doch schliesslich gemacht!

Naja, das Schnorcheln war fuer mich dann recht gut, da ich noch nie vorher geschnorchelt hab und von Fischen generell nicht genug kriege. Die meisten anderen an Board waren aber schwer enttaeuscht. Daraufhin versprach man uns grossartiges Schnorcheln am naechsten Tag. Wir sahen auch Korallen und wirklich viele Fische, leider war das Meer so aufgewuehlt und der Himmel bewoelkt, dass alles mehr oder weniger grau-blau erschien. Ich war trotzdem begeistert, denn tauchte man so 1-2 meter ab, war man ploetzlich mittendrin: Fische ueberall um mich herum, unter mir Korallen, riesige Muscheln und Seeanemonen. Nicht so bunt, aber dennoch beeindruckend schoen. Die meisten anderen waren trotzdem ziehmlich enttaeuscht, es war halt nicht perfekt…

Uebrigens, jedesmal bevor wir ins Wasser gingen, mussten wir uns eine „Stinger-Suit“ ueberstreifen. Einen Anzug aus den alten Star-Trek Filmen, der dazu diente dem Tod durch Quallen zu entgehen. Da gibt es naemlich ein paar aeusserst unangenehme, allen voran der „Box-Jellyfisch“. In Deutsch glaub ich Seewespe genannt und so ziemlich das unangenehmste was einem im Wasser passieren kann. Eine kleine Beruehrung verursacht den schlimmsten Schmerz den man sich vorstellen kann, laehmt diverse nahe Koerperteile und Organe und wenn man nicht ertrinkt bekommt man recht schnell einen ordentlichen Herzinfarkt.
Durch den Anzug von Captain Kirk kommen sie aber zum Glueck nciht durch. An Haenden, Fuessen und Kopf schwimmt man jedoch ohne Schutz. Als ich danach fragte, bekam ich die beruhigende Antwort, dass man bei einem Stich an diesen Stellen ca. 10-15 min Zeit bis zum Herzinfarkt hat. Man kann also in aller Ruhe zum Boot zurueckpaddeln, allen Schmerzes zum trotz, legt sich gemuetlich aufs Sonnendeck und sagt im vorbeigehen der Crew bescheid. Wenn die dann ihr Bier ausgetrunken haben kommen sie kurz vorbei und geben einem das Gegengift…
No worries! :)