Hallo,

ich bin grade in Airlie Beach angekommen, von wo aus in nicht mehr ganz 2 Stunden unser Segelschiff zu dentom-005
Whitsunday-Islands starten wird. Nach unserem schoenen Weihnachtsfest in Byron Bay mussten wir die folgenden Tage leider feststellen, dass auch in Australien Feiertage sind. Wir konnten uns keine Surfbretter leihen, nicht vernuenftig einkaufen und auch sonst nichts unternehmen, ausser die Umgebung zu geniessen. Haben wir dann auch gemacht. Auf Utes und Arnes Empfehlung hin sind Niclas und ich in Byron Bay zum Leuchtturm gewandert. Es geht ein Wanderweg direkt an der Kueste entlang, entweder unten am Strand oder hoeher auf den Felsen. Von da aus hat man einen klasse Blick ueber die ganze Bucht und den Ort. Der Leuchtturm liegt dann eigentlich in einem kleinem Nachbarort, keine 200 m entfernt vom oestlichsten Punkt Australiens. Man muss uebrigens ganz schoen viele treppen steigen um ihn zu erreichen und am 25. wars ausgesprochen
sonnig und heiss und wir hatten beide einen Kater. Auf dem Weg konnte man aber wunderbar die Australier beim Weihnachten-feiern beobachten (nach englischem Vorbild feiern die am 25. Vormittags). Die sassen naemlich mit der ganzen Familie in
einer Art Riesen-piknik (natuerlich mit BBQ) in den Parks entlang der Straende und man konnte die eine Gruppe nicht von der naechsten trennen. Sah sehr gemuetlich und beschaulich aus. Vom Leuchtturm aus konnte man dann wunderbar ins Meer unter den Klippen gucken und nach Schildkroeten und Delfinen aussschau halten, gab aber grad keine.

Am Abend konnten wir noch ein bisschen mit unseren Weihnachtsgeschenken spielen, Poker und Lego (…) bevor ich dann fuer ungefaehr zwei bis drei Stunden ins Bett gehen konnte. An diesem Abend musste ich mich auch leider von Arne und Ute verabschieden, wir werden uns wohl erst in Deutschland wiedersehen. Am naechsten morgen um 4 ging naemlich schon mein Bus nach Noosa Heads, da wollte ich niemanden aus dem Bett holen.

Waehrend die drei Schweden sich im beruehmten „Australien-Zoo“ vergnuegten, hatte ich in Noosa Zeit Schaf nachzuholen und den unspektakulaeren Strand zu begutachten. Nach einer Nacht gings fuer uns alle morgens weiter nach „Hervey Bay“. Ausgangspunkt unserer „Fraser-Island“ 4WD-Safari. Fraser Island ist die groesste Sandinsel der Welt, 125 km lang und 5 bis 25 km breit. Es gibt so gut wie ausschliesslich nur Sand und Dschungel und viele viele Gelaendewagen. Meiner Meinung nach zu viele Gelaendewagen. Schliesslich handelt es sich um ein Naturreservat in dem jeder noch so kleinste Rest liegengelassener Muell eine gigantische Geldstrafe nach sich zieht und man ueberall aufgefordert wird die Natur nicht zu beeintraechtigen.

Trotzdem ist der Trip einmalig! Wann duest man schonmal mit nem riesen-Jeep mit 80 Sachen uebern Strand, geht in kristallklaren Suesswasserseen baden mit schneeweissen Sand und Tuerkisblauem Wasser, wandert durch richtigen Dschungel mit riesigen Spinnen in mehr als 2 m grossen Netzen, Skorpionen, Schlangen, Echsen und schliesslich Dingos. Die Fotos in  der Galerie nr.2 geben vielleicht nen kleinen Eindruck von der Insel…

soweit erstmal, Tom

Erst einmal ein frohes neues Jahr an alle! Ute und ich sind jetzt in Sydney angekommen, mal wieder Zeit für einen kleinen Bericht.
Wir hatten sehr schöne Tage in Coffs Harbour und Port Macquarie, haben einen Surfkurs gemacht, jede Menge Koalas und Känguruhs gestreichelt, sind Kamele geritten und konnten dabei sogar Delphine in den Wellen beobachten. Sylvester in Port war sehr beschaulich, unser Hostel war alles andere als ausgebucht, was aber den großen Vorteil hatte, Pool, Küche und Hängematten fast allein für uns zu haben. Am New Years Eve hatten wir dann mit allen Bewohnern und Angestellten ein nettes BBQ – was auch sonst ;) Am Tag darauf haben wir es dann hunderten anderen gleich getan und uns mit Farbe und Pinsel auf den Wellenbrecherfelsen am Hafen verewigt.
Sind in den letzten Wochen viel herumgekommen und haben viel gesehen, eine Woche reisen Ute und ich jetzt noch zusammen in Australien umher, bevor sie dann leider schon wieder fliegt. Aber auch für mich gehts dann schon bald wieder Richtung Heimat, früher als erwartet… Mein Reisefieber ist vorerst gestillt, mir gefallen das Land, die Leute und das Leben hier sehr, aber ich hab festgestellt dass mir doch ein paar Dinge fehlen, Ereignisse die ich teils schon verpasst habe und welche die ich noch verpassen würde, und am meisten natürlich meine Freunde und Familie. Darum hab ich mich entschlossen, nach Hause zu fliegen. Es war nicht gerade einfach diese Entscheidung zu treffen, ich hab mich aber schon recht früh damit auseinandergesetzt und bin damit mittlerweile vollkommen glücklich. Mein Flieger geht am 18.1., am 19. lande ich dann wieder im guten alten Deutschland… Mit mehr positiven Eindrücken im Gepäck als ich mir vorher vorstellen konnte… Natürlich werde ich die Sonne vermissen, ich versuche ein wenig vom guten Wetter mitzunehmen, aber auch wenn das nicht klappt weiß ich ja, das ein warmer Kamin zu Hause auf mich wartet. Bis dahin werde ich die Zeit hier noch genießen! Bis ganz bald also! Euer Arne

Zunächst mal frohe Weihnachten an alle Mitleser! Wir hatten einen schönen Heiligabend, der aber etwas anders verlief als geplant… Eigentlich wollten wir ja unser Weihnachtsessen auf den BBQ Grill legen, das Wetter war auch bis zum frühen Nachmittag richtig schön – sonnig, fast 30 Grad warm – aber pünktlich, nachdem wir alle Sachen eingekauft hatten, fing es an zu regnen. Der Regen wurde dann später noch zu einem kleinen Gewitter, so dass wir uns entschlossen, in der Hostelküche zu kochen. Was aber im Nachhinein auch sehr schön war, es gab Shrimps, Kängeruh, Hähnchen, jede Menge Salat und sogar Eier mit Kaviar! Dazu gemütliches Kerzenlicht, leckeren Wein und Whiskey von der Captains Creek Farm, schwedischen Julmust und Karaoke Entertainment gleich nebenan… Also wirklich etwas anders, noch anders als wir es uns vorgestellt hatten… Nach der Bescherung hatten wir dann auch noch künstlichen Schnee und Wunderkerzen :) An der Stelle möchten Ute und ich uns nochmal ganz lieb für all die schönen Geschenke bedanken!

und zwar an der wunderschoenen Ostkueste Australiens! Die letzten Wochen in Red Cliffs waren ja nicht so erfolgreich fuer uns, viel langweilig und kaum Geld verdient. Eigentlich hab ich nur darauf gewartet endlich diese Reise zu beginnen und ich denke mal damit war ich nicht der einzige. Interessanterweise haben sich alle unsere Wege in Red Cliffs getrennt. Niclas hat uns Sonntag spontan Richtung Melbourne verlassen nachdem er festgestellt hat, dass er sich um einen Tag verrechnet hat. Mikael nahm Dienstagabend den Greyhound nach Sydney um Mittwoch seine Freundin vom Flughafen abholen zu koennen. Dann war Arne Mittwochabend an der Reihe, auch nach Melbourne und als letzter gings fuer mich dann einige Stunden spaeter nach Sydney.

Um von Red Cliffs nach Sydney zu kommen, hatte ich eigentlich nur 2 ernsthafte Alternativen, 1.“Greyhound“ Bus und 2. „Country Link“ Bus und Zug. Mit dem internationalen Studienausweis gabs „country link“ fuer 65 $,  im Gegensatz zu 153 $ mit Greyhound. Da fiel die Wahl nicht schwer, auch wenn das bedeutete die Reise morgens um 3.40 zu starten. Leider fuhr der Bus aber nicht durch Red Cliffs, sondern durch Mildura. Mein Problem war also, wie kommt man mitten in der Nacht nach Mildura, wenn alle meine Reisekumpanen schon weg sind und alle anderen Hostelbewohner liebend gerne abends Bier trinken oder einen Joint rauchen? Oder auch beides. Aber zum glueck gibs ja Taxis… fuer laeppische 35-40 $ bringen die einen in die Stadt, das tut schon ein bisschen weh im Geldbeutel.  Bevor ich das Geld ausgebe, wollte ich erstmal probieren per Anhalter zu fahren. Nur wer nimmt einen mitten in der Nacht in einem kleinen Kaff wie Red Cliffs mit? Erstaunlicherweise hatte ich nach hoechstens 10 min warten jemanden gefunden. Zwei Jungs, die grad von einer Party kamen hielten an und liessen mich einsteigen. Das Auto hatte nur Lautsprecher direkt neben meinen Ohren und die beiden mochten Techno und Hardcore… und zwar laut! Der Beifahrer konnte sich dann auch nicht zurueckhalten im Auto so gut es ging zu tanzen und aus dem Fenster Leuten zuzurufen, die nur er sehen konnte, waehrend der Fahrer versuchte neue Rekordzeiten aufzustellen. Vielleicht lag das an dem Joint, den die Beiden auf der Strecke geraucht haben.
Erstaunlicherweise kamen wir aber heil und sicher in Mildura an und ich konnte auf meinen Bus warten. Die naechsten 18 h waren vor allem lang und in Sydney bin ich ziehmlich schnell direkt ins Bett gefallen.

Am naechsten Abend gabs im Hostel ne grosse Weihnachtsparty, bei der sich viele Huete und Masken gebastelt haben, die dann Premiert wurde. Dazu gabs umsonst BBQ mit Salat, Keksen und Eis und Fruchtbowle. War insgesamt nen lustiger Abend, auch wenn ich am naechsten morgen um 5.00 Uhr aufstehen musste um den Bus nach Port Macquarie zu erwischen.

Aber es lohnt sich! Port Mcquarie ist ein kleiner Ort an einer Flussmuendung mit kleinem Hafen und vielen wirklich schoenen Straenden. Wir haben in einem Caravan-Park uebernachtet, der direkt am Wasser lag und in dem Backpacker sehr willkommen waren. Keine Spur von spiessigkeit. Gleich am ersten Abend konnten wir dann auch Delfine in der Flussmuendung beobachten, keine 30 Meter vom Ufer entfernt. Und Angler, was mich dann dazu bewegt hat mir eine Anglekarte und ein paar professionelle Tips zu besorgen. Und es hat tatsaechlich geklappt! Mit der unglaublich praktischen Handangel, die ich von Neel bekommen hab, konnte ich 4 Fische fangen. Keine Monster, aber interessante exotische. Ich werds weiterhin probieren.
An unserem 2. Tag haben wir dann das Koala-Hospital besucht. Das einzige weltweit. Dort werden Koalas nach Autounfaellen, Buschbraenden oder Hundeattacken wieder zusammengeflickt und aufgepaeppelt.
Danach gings zum Baden. Die Schweden wollten das gerne mit einem Kamelritt am Strand verbinden, aber zum glueck fuhr kein Bus mehr :) Wir sind dann also zum dichtesten gelaufen und hatten wunderbare Badewellen und Aussichten auf dem weg zurueck.

Unser Bus nach Byron Bay ging abends um 9. Gerne waere ich noch ein paar Tage laenger geblieben, aber vielleicht ergibt sich das spaeter nochmal.
In Byron Bay angekommen, erreichte uns noch an der Bushaltestelle die erstaunliche Nachricht, dass unser gebuchtes Hostel von einem Hagelsturm zerstoert wurde… Zum glueck haben die Besitzer fuer alle Gaeste Plaetze in anderen Unterkuenften organisiert, so dass wir nun in einem sehr schoenen Hostel etwas ausserhalb des Ortes gelandet sind. Es liegt direkt im Eukalyptuswald, mit einem groesseren Teich im Garten, in dessen Mitte eine Insel als Campingplatz dient.
Wir haben einen Pool, Haengematten am Teich, viele grosse, leguanartige Echsen und einen Surfbrettverleih. Ziemlich spontan haben Niclas und ich dann heute auch einen 3 stuendigen Surfkurs morgen gebucht. Mal sehn, was passiert.

Soweit mein aktueller Stand. Da meine Finger jetzt weh tun hoer ich auf zu schreiben und geh wieder raus in die Sonne. Arne und Ute kommen in ca. 40 min hier an, die werd ich dann vom Bus abholen.
…und ein Weihnachtsgeschenk muss ich noch besorgen.

Also erstmal, viele Gruesse, Tom

Hallo zusammen! Ihr habt ja lange nichts mehr von uns gehoert, hier nun nach zwei Wochen Red Cliffs mal wieder ein kurzer Bericht, wie es uns hier so ergangen ist!

Um es erstmal kurz zusammenzufassen: Wir hatten uns mehr erwartet… Unser Plan, hier etwas Geld zu verdienen, ist ziemlich daneben gegangen. Das hatte mehrer Gruende, zum einen gab es nicht so viel zu tun wie wir gehofft hatten, zum anderen hat das Wetter dann auch nicht immer mitgespielt – bei Regen wurde nicht gearbeitet. Von der Bezahlung will ich gar nicht erst reden, nur so viel: In Deutschland haette fuer den Lohn keiner von uns gearbeitet… Wir durften die langen Reihen Weinplanzen mit einer Plastikplane abdecken, damit die Trauben in der Hitze nicht eingehen. Im Grunde haben wir nichts anderes gemacht, als Naegel in die Folie zu druecken, um die Plane an einem Kabel zu befestigen, dass entlang der Weinpflanzen gespannt war. Wenn ich drueber nachdenke, komme ich so auf 6 Arbeitstage, den Rest der Zeit haben wir hier irgendwie totgeschlagen… Was gar nicht so einfach war da man in diesem Ort eigentlich nichts anderes machen kann, als arbeiten… Die Highlights waren der (mighty) Murray, ein grosser und fuer die Region sehr wichtiger Fluss, an dem wir zweimal ( leider erfolglos) angeln waren; Das kleine Schwimmbad, von den Aussmassen mit dem in Sieverstedt zu vergleichen; Das Fernsehzimmer mit einer beachtlichen Auswahl an Filmen und natuerlich die Tischtennisplatte, wo vor allem Mikael und ich uns so einige heisse Duelle geliefert haben.

Uns bleibt hier leider viel negatives in Erinnerung, man musste der Arbeit und sogar dem verdienten Geld staendig hinterherlaufen (auf manches warten wir immer noch), von den versprochenen 6 Arbeitstagen die Woche und 8-10 Std am Tag haben wir nichts bemerkt… Letztendlich haetten wir dann wohl doch lieber noch zwei Wochen auf der Captains Creek Farm bleiben sollen, dort hatten wir es richtig schoen…

Mikael und Niclas sind schon in Sydney, bzw auf dem Weg dorthin, Tom folgt ihnen heute Nacht und ich mache mich in ein paar Stunden auf den Weg nach Melbourne, um Ute abzuholen :) Und am 22. treffen wir uns dann alle in Byron Bay wieder! In Melbourne angekommen werde ich dann auch wieder ein paar Bilder hochladen, lohnt sich also bald mal wieder in der Galerie vorbeizuschauen!

Also, ich mach mich jetzt mal daran meine letzten Sachen einzupacken und dann nichts wie los, bin schon ganz ungeduldig und voller Vorfreude auf die naechsten Tage! Alles Liebe, Arne

Es gibt gute Neuigkeiten aus Down Under! Wir haben tatsächlich noch einen Job für die letzten zwei Wochen vor unseren Trips gefunden! Hatten die Hoffnung eigentlich schon fast aufgegeben, aber vorgestern Nachmittag, als wir gerade auf der Plantage am Unkraut zupfen waren, hat Niclas doch nochmal einen Anruf gemacht und Erfolg gehabt! Wir machen uns daher morgen auf den Weg nach Mildura bzw. Red Cliffs, eine fast achtstündige Busfahrt hinein ins Fruitpicker Paradies in Zentral Victoria. Was für Arbeit genau dort auf uns wartet, wissen wir auch noch nicht genau, das stört uns aber auch nicht wirklich, hauptsache Arbeit! Wir wissen aber schon, dass wir 8-10 Stunden am Tag und sechs Tage die Woche schuften dürfen. Da freut sich der Geldbeutel, gerade so kurz vor Weihnachten…
Dort im Hostel angekommen werden wir dann auch bestimmt die Möglichkeit haben, für euch ein paar neue Bilder von unserer so lieb gewonnenen Captains Creek Farm in die Galerie zu stellen. Werden den Abschied hier heute noch mit einem guten Essen und dem Rest vom selbstgebrannten Whiskey von Doug’s Schwiegervater feiern. Und dann ‘ran an die Arbeit!

Hallo zusammen! Wir vier wwoofen immer noch auf der Captains Creek Farm. Mal arbeiten wir auf Dougs Weingut, mal auf Rods Plantagen, oder wir helfen bei dem, was sonst gerade so anfällt, und das so etwa 4-5 Std am Tag. Den Rest der Zeit verbringen wir viel damit, uns um die Pläne für die nächsten Wochen zu kümmern. Zum einen suchen wir immer noch nach einem Job, bei dem wir Geld verdienen können, zum anderen gibt es viel zu organisieren, was die Zeit um Weihnachten und Sylvester angeht. Tom wird sich ja mit Niclas, Mikael und seiner Freundin auf den Weg von Sydney nach Cairns machen, während ich mit Ute erst noch ein paar Tage in Melbourne bleiben und dann nach Brisbane fliegen werden. Von dort werden wir dann an der Küste entlang weiter nach Sydney reisen.
An Weihnachten treffen wir uns aber erstmal alle in Byron Bay wieder und feiern zusammen! Bis dahin sind es noch etwa drei Wochen, und vorher würden wir gerne noch ein bisschen Geld verdienen. Leider gestaltet sich das etwas schwierig… Zum einen scheint die Erntesaison immer noch nicht loszugehen, zum anderen müssen wir dafür viele Anrufe machen, was nicht so einfach ist weil diese Farm zumindest für unsere Handys ein großes Funkloch ist. Müssen daher entweder zu Doug gehen und ihn fragen, was auf die Dauer unangenehm ist, oder auf einen hohen Berg klettern, was auf die Dauer etwas anstrengend ist. Aber so lange wir nichts anderers haben, bleiben wir dann erstmal, es gefällts uns hier ja gut. Auf Bilder müsst ihr leider noch ein bisschen warten… Lieben Gruß, Arne

Hier mal ein erster kurzer Bericht von
unserer neuen Wwooding Farm! Wurden gestern von Doug, einem der Farmer vom Bahnhof abgeholt und durften erstmal ganz groß einkaufen! Haben so ziemlich alles mitgenommen was wir gebrauchen können, viel Obst, Gemüse, Brot, Fleisch, Saft… Zuerst hatten wir ein schlechtes Gewissen, weil wir ja auch nicht wissen, wie lange wir bleiben, aber so wie’s aussieht tun wir wir dass noch ein bisschen. Es gefällt uns nämlich sehr gut hier, haben unsere eigene kleine Wohnung über einem Schuppen, mit Wohn-, Esszimmer, Küche und Zimmern für uns und einen prima Ausblick auf das Weingut. Die Landschaft ist super schön, weites Land, grüne Wiesen, Wälder, eine Menge kleinerer und größerer Vulkanhügel (einen haben wir schon bestiegen) und natürlich die typische rote, fruchtbare Erde. Dazu ne Menge Schafe und Kühe, letztere haben wir gestern schon in Cowboy Manier versucht auf eine andere Wiese zu treiben, was allerdings nur so semi geklappt hat… Heute sind sie aber alle auf dem richtigen Feld. Wir machen gerade Mittagspause, haben schon drei Stunden lang Tomaten, Broccoli und Auberginen eingepflanzt, zusammen mit Rod, dem Bruder von Doug und deren 84 jährigen Vater. Ging viel schneller als letzte Woche auf French Island, da wir auch einen kleinen Trekker zur Verfügung hatten, mit einer Maschine zum Einpflanzen, hat erstaunlich gut geklappt! Mal schauen was gleich noch so auf uns wartet! Die Sonne scheint übrigens wieder :) Lieben Gruß, Arne

Das Wetter in Melbourne spielt uns weiter einen Streich, wahrscheinlich wartet der Sommer hier in Victoria noch darauf, dass Ute endlich kommt. So müssen wir wohl erstmal weiter ganz tief unten im Rucksack nach langen und warmen Klamotten graben… Und wohl auch erstmal noch auf einen bezahlten Job warten, denn die Erntesaison verschiebt sich dementsprechend auch weiter nach hinten. Deshalb haben wir uns überlegt, die Zeit bis dahin wieder mit Wwoofing zu überbrücken. Bei der ca. 25. Farm die wir dafür angerufen haben, hatten wir dann auch endlich Glück! So werden wir morgen Mittag Richtung Zentral Victoria fahren, in die Goldfields, eine Region die früher vor allem für ihren Goldrausch bekannt war und in der heutzutage sehr viel Wein angebaut wird. Laut Beschreibung im Buch so auch auf unserer Farm, neben verschiedenstem Gemüse, Nüssen und Äpfeln. Mit etwas Glück gibts dann für uns ja vielleicht auch mal einen guten Tropfen Wein, bisher mussten wir mit dem billigsten Fusel aus der 4,4l Vorratsbox Vorlieb nehmen…
Die Farm liegt in der Nähe des Wombat State Forest, nahe natürlicher Süßwasserquellen und historischer Goldgräberstätten. Die größte Stadt in der Umgebung ist Ballaratt, nur mal so als Orientierungspunkt… Dort werden wir dann voraussichtlich die Nächste Zeit verbringen und darauf warten, dass wir hoffentlich bald einen bezahlten Job finden! Die vage Hoffnung auf Internet besteht, da auch ein Hotel und ein Supermarkt nur 2 min entfernt sein sollen. Wir sind gespannt! Liebe Grüße!

Moin,

wir sind wieder in Melbourne. Das heisst eigentlich sind wir das erste Mal so richtig in Melbourne. Die letzte Woche auf French-Island war mal der krasse Gegensatz zum Grossstadtleben in Sydney und hier. Wir wohnten in kleinen Zweibett-Zellen mit grade mal genug Platz zum aufstehn und umziehen, Strom gab es, aber laengst nicht immer, vor allem Abends nicht. Wasser sollten wir auch moeglichst sparen, deswegen wurde Regenwasser getrunken und warm geduscht nur zwischen 5 und 7 Nachmittags, am besten alle zwei Tage einmal.

Die Farm erstreckt sich auf ungefaehr 90 Hektar, von denen die meisten aber relativ ungenutzt sind. Es wird nach dem Biodynamic Agriculture System angebaut, was so aehnlich ist wie unsere Bioland oder Demeter Landwirtschaft, nur nochmal ne Nummer besser. Sagt zumindest der Farmer.
Das Konzept ist aber wirklich durchdacht, im Grunde geht es darum auf den Feldern komplette Oekosysteme aufzubauen und dadurch ohne Chemikalien bestmoegliche Ergebnisse zu erzielen. Wenn man also schaedliche Kaefer hat, spritzt man nicht, sondern laesst sie von groesseren Kaefern fressen :)
Scheint auch ziehmlich gut zu funktionieren. Die Verfechter dieses Systems glauben, dass in absehbarer Zeit die Komplette Landwirtschaft in diese Richtung gehen wird. Ich bin gespannt…

Wir wurden von den Farmern recht gut verpflegt, wenn auch manchmal etwas wenig. Hunger leiden mussten wir aber nie. Das Abendessen war wahrscheinlich das Beste, was wir in absehbarer Zeit bekommen werden und zum Fruehstueck gabs selbstgebackenes Brot, natuerlich weiss, aber sehr lecker!
Dafuer haben wir dann vormittags auch 4 1/2 h gearbeitet. Montags wurden Knoblauch und Erbsen geerntet, Donnerstags geputzt und aufgeraeumt. Dienstags mussten Arne und Niclas in praller Sonne Tomaten pflanzen, waehrend Mikael und ich des Farmers Gold gesammelt haben - Kuhscheisse. Als Farmer muss man „Shit“ lieben sagte der Bauer uns, sonst kommt man nicht weit, also denn… Danach war unsere Aufgabe Steine vom Feld zu sammeln. Wir haben uns gewuenscht, wieder Kuhscheisse sammeln zu duerfen :)
Da an dem Tag jeder ziemlich dreckig geworden ist, sind wir in Gedanken alle schon im Meer schwimmen gegangen. Nach der Arbeit gleich an den Strand und es war Ebbe! Wenn man versuchte ans Wasser zu gelangen versank man mindestens bis zu den Knien im Schlamm, auch im Wasser. Ziemlich enttaeuschender Tag, vor allem als es Abends auch noch zu regnen anfing.
Klingt insgesamt vielleicht recht negativ, aber ich haette durchaus Lust dort auch ne laengere Zeit zu verbringen. Es ist auf jedenfall ne schoene Insel mit viel Natur und Zeit zum relaxen.

Im moment brauchen wir aber alle Geld. Das heisst wir suchen uns nen Job. Fuer vier Leute ist es in der Stadt nicht einfach etwas zu finden, deswegen werden wir weiterhin nach Farmen ausschau halten. Leider ist die Obstsaison dieses Jahr etwas Spaet, aber in der naechsten Woche sollten wir schon was finden. Viel Zeit zum arbeiten haben wir aber nicht, da Arne am 18. Dezember besuch von Ute bekommt und am 20. Dezember gehts fuer die Schweden und mich von Sydney aus die Ostkueste rauf nach Cairns.

Soweit erstmal, Tom

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